Inflationsrisiken dämpfen KI-Optimismus
KI-Hoffnung lässt Tech-Aktien steigen
Am Dienstag war die Stimmung der Marktteilnehmer dies- und jenseits des Atlantiks durchwachsen. Für positive Stimmung sorgten neue Hoffnungen aus dem KI-Sektor als Reaktion auf Anthropics ambitioniertes Emissionsprojekt. Der KI-Entwickler strebt im Rahmen des Börsengangs eine Marktkapitalisierung von mehr als zwei Billionen Dollar an. Die Wachstumsaussichten befeuerten die Spekulationen hinsichtlich einer langfristig hohen Nachfrage nach KI-Chips. Infolgedessen haussierten besonders Tech-Aktien.
Hohe Renditen und Irankrieg belasten
Auf der anderen Seite dämpften die anhaltend hohen Anleiherenditen, der Krieg im Nahen Osten und die damit verbundenen Inflationsrisiken die KI-Euphorie. Die Marktteilnehmer scheinen zusehends Zweifel zu hegen, ob die steigenden Wachstumserwartungen noch imstande sind, das schwierige Umfeld aus steigenden Zinsen und Ölpreisen zu kaschieren. In der Breite zeigte sich am Ende des Handelstages ein gemischtes Bild. Der DAX beendete den Tag mit einem Plus von 0,1 %, während der Euro Stoxx 50 0,3 % höher schloss. Der S&P 500 verbuchte hingegen einen Verlust in Höhe von 0,17 %.
Heute Inflationsdaten im Fokus
Am heutigen Mittwoch stehen viele wichtige Veröffentlichungen auf der Agenda, insbesondere auf der Makro-Ebene. Hierzulande richtet sich der Blick zunächst auf die vorläufigen Verbraucherpreise für September. Wir prognostizieren einen Anstieg der Inflationsrate auf 3,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 2,9 % im August. Damit dürfte sich der Preisdruck zuletzt wieder merklich verstärkt haben. Am Nachmittag verlagert sich der Fokus auf die Veröffentlichungen jenseits des Atlantiks. Den Auftakt bildet der ADP-Beschäftigungsbericht. Für September rechnen wir mit einem Aufbau von 65.000 Stellen, nachdem im Vormonat lediglich 38.000 neue Stellen gemeldet worden waren. Von besonderem Interesse ist zudem die PCE-Kernrate, das wichtigste Inflationsmaß für die US-Notenbank. Wir prognostizieren für August eine Rate von 3,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat, nach zuvor 3,3 %. Darüber hinaus werden die persönlichen Einkommen und Ausgaben der US-Haushalte veröffentlicht. Hier erwarten wir gegenüber dem Vormonat Zuwächse um 0,6 % beziehungsweise 0,8 %. Am frühen Abend steht schließlich noch eine Rede von EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel auf dem Programm, die weitere Impulse hinsichtlich des geldpolitischen Pfades geben dürfte.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |