Wirecard auf Wachstumskurs!


Sie ist einer der Börsenstars des laufenden Jahrzehnts – die Aktie von Wirecard. Seit Anfang 2010 hat sich das im TecDAX® notierte Papier ungefähr verzehnfacht. Der in Aschheim bei München beheimatete Konzern startete 1999 – inmitten des Internetbooms – mit der Entwicklung von elektronischen Zahlungssystemen. Inzwischen generiert das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. Euro.

Online-Shopping boomt

Rückenwind gab es in den zurückliegenden Jahren vor allem durch den Boom im Onlinehandel. Nach Angaben des Handelsverbands Deutschland hat sich der Onlinehandel allein in Deutschland von 2009 bis 2017 rund verdreifacht. Verbandsschätzungen zufolge könnte der Markt dieses Jahr erneut um rund zehn Prozent zulegen. Zu den Kassenschlagern zählen traditionell Bekleidung, Elektronik, Computer, Reisen und Schuhe. Haushaltswaren, Möbel und Inneneinrichtungen sowie Lebensmittel sind jedoch auf dem Vormarsch. Amazon und eBay haben Shoppen per Mausklick salonfähig gemacht. Zalando, Otto und Lieferdienste wie Lieferando haben ihre Position inzwischen auch gefunden.

Wirecard hat über 34.000 Kunden in verschiedenen Branchen und 200 internationale Zahlungsnetzwerke. In den ersten neun Monaten 2017 wurden über die Systeme von Wirecard Transaktionen im Volumen von 78 Mrd. Euro abgewickelt. Wirecard kassiert bei jeder Nutzung ihrer Services eine Gebühr. Diese Einnahmen steuerten 2017 rund 70 Prozent zum gesamten Umsatz bei. Der Rest wurde im Bereich Abrechnungen von Kartenzahlungen, Call Center und Prepaidkarten generiert.

Wachstum ohne Grenzen

Wirecard zählt zu den größten europäischen Anbietern von Online- und Mobile-Payment-Systemen. Das Unter-nehmen ist jedoch keineswegs auf Europa fokussiert. So wurden 2017 rund 40 Prozent des Umsatzes außerhalb von Europa erwirtschaftet. Dieser Anteil könnte mittelfristig weiter wachsen. 2016 hat der TecDAX®-Konzern  den Kartenanbieter Citi Prepaid übernommen. Gleichzeitig wurden Funktionalitäten, insbesondere im Bereich von Mobile-Payment, ausgebaut. So können Nutzer der Mobile Wallets von Apple Pay, Android Pay und Samsung Pay inzwischen verschiedene Karten hinter-legen. Damit erhöhen sich die mobilen Zahlungsmöglichkeiten der Kunden – im Einzelhandel und online. Wirecard will jedoch nicht nur vom Boom beim Online-Kauf in Europa und den USA profitieren.

Nach Angaben von China Internet Network Information, gab es Anfang 2017 470 Millionen Menschen in Asien, die das Bezahlen über das Handy nutzen. In Indien und Indonesien bietet Wirecard bereits Online- und Mobile-Payment-Lösungen an. Zudem kooperiert Wirecard mit den beiden größten chinesischen Mobile-Payment-Anbietern Alipay (Alibaba) und WeChat (Tencent).

Immer wieder Störfeuer

Im Februar 2016 sorgte die Studie eines zwielichtigen Analysten für Aufregung und drückte den Aktienkurs zeitweise um ein Viertel nach unten. Anfang diesen Jahres beschuldigte die Southern Investigative Reporting Foundation (SIRF) den Zahlungsabwickler, dass es bei einer Übernahme in Indien zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei und löste damit erneut einen kräftigen Kursrutsch aus. Bisher haben sich alle Anschuldigungen als haltlos erwiesen.

Ein großer Teil der Analysten zeigte sich derweil mittelfristig dennoch optimistisch für die Aktie. Dabei verweisen sie zum einen auf die starke Marktposition, Technologieführerschaft und die Expansions-möglichkeiten. Frei von Risiken ist die Aktie dennoch nicht. Neben gezieltem Störfeuer von Investoren, die auf einen sinkenden Aktienkurs spekulieren, kann das Papier bei einem kräftigen Kursrückgang des Gesamtmarkts ebenfalls unter Druck geraten. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 32,2 (Quelle: Thomson Reuters) ist die Aktie auch kein Schnäppchen. Konzernchef Markus Braun hat zuletzt seine Position ausgebaut.

Charttechnischer Ausblick: Wirecard

Widerstandsmarken: 93,70/100 EUR

Unterstützungsmarken: 80,00/88,35 EUR

Die Aktie von Wirecard bildet langfristig einen Aufwärtstrend. Kurzfristig befindet sich das Papier jedoch in einer Konsolidierung. Im Bereich zwischen EUR 88,35 und 93,70 konnte sich die Aktie in den vergangenen Tagen stabilisieren. Gelingt der Ausbruch über die Obergrenze besteht die Chance auf eine nachhaltige Erholung bis EUR 100 und im weiteren Verlauf bis EUR110. Kippt die Aktie jedoch unter EUR 88,35 droht eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis EUR 80.

Wirecard in EUR; Tageschart (1 Kerze = 1 Tag)

Betrachtungszeitraum: 18.08.2017 – 14.02.2018. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

Wirecard in EUR; Wochenchart (1 Kerze = 1 Woche)

Betrachtungszeitraum: 10.02.2011 – 14.02.2018. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: Guidants.com

Investmentmöglichkeiten

Bonus-Cap-Zertifikat auf die Aktie von Wirecard für Spekulationen, dass sich die Aktie seitwärts oder moderat aufwärts bewegt

Basiswert WKN Verkaufspreis in Euro Barriere in EUR Cap (obere Kursgrenze) in EUR
finaler Bewertungstag
Wirecard HX06H0 121,71 70,00 160,00 21.09.2018
Wirecard HW9MX3 71,87 60,00 80,00 21.12.2018

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 14.02.2018; 10:58 Uhr

Tradingmöglichkeiten

Optionsschein auf die Aktie von Wirecard für Spekulationen, dass sich die Aktie aufwärts (Call) beziehungsweise abwärts (Put) entwickelt

Basiswert WKN Verkaufspreis in Euro Basispreis in EUR
Hebel finaler Bewertungstag
Wirecard (Call) HW88HT 1,29 95,00 7,06 19.09.2018
Wirecard (Put) HW8A0X 1,14 88,00 8,15 19.09.2018

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 14.02.2018; 11:01 Uhr

Weitere Produkte auf die Aktie von Wirecard finden Sie unter www.onemarkets.de oder emittieren Sie einfach ihr eigenes Hebelprodukt mit my.one direct. Infos dazu unter: www.onemarkets.de/myonedirect.

Wichtiger Hinweis:

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Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte.

Der Beitrag Wirecard auf Wachstumskurs! erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

Autor: Richard Pfadenhauer

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