Entscheidende Daten für die Märkte


US-Märkte verhalten vor Preisdaten


Die amerikanischen Börsen waren nach ihrer starken Performance in der Vorwoche am gestrigen Montag etwas zurückhaltender. Trotz anfänglicher Gewinne bei den drei großen Aktienindizes konnte nur der Dow Jones positiv schließen. Bei einer relativ dünnen Nachrichtenlage gestern blicken die Anleger nämlich vor allem gespannt auf die heutige Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für den Monat Januar. Die Konsensschätzungen gehen von einem Rückgang im Monatsver-gleich auf 0,2 % (vs. 0,3 % im Dezember) aus. Auf Jahressicht wird eine Abschwächung der Inflation von 3,4 % auf 2,9 % erwartet. Damit läge die Inflationsrate zum ersten Mal seit März 2021 wieder unter der 3%-Marke. Auch wenn die Zeichen auf eine Fortsetzung der Disinflation deuten, möchte die US-Zentralbank weiterhin allzu optimistischen Zinssenkungsfantasien den Wind aus den Segeln nehmen. So betonte gestern u.a. die Fed-Gouverneurin Michelle Bowman, dass die Geldpolitik derzeit ausreichend restriktiv sei, sie aber auch keine Notwendigkeit früher Zinssenkungen sehe.

Stimmungsaufheller gesucht


Für die Eurozone und Deutschland bleibt mit Blick auf den ebenfalls heute anstehenden ZEW Index abzuwarten, wie sich die Stimmung zur konjunkturellen Lage entwickelt. Wir erwarten zwar, dass sich der positive Trend fortsetzen wird, aber mit etwas weniger Tempo als zuletzt. Zumindest verkündete das IFO-Institut gestern, dass die deutsche Industrie bei der Diversifizierung ihrer Lieferketten gut vorankommt. Demnach konnten 58% der befragten Unternehmen ihre Zulieferstruktur im Jahr 2023 breiter aufstellen und so das Risiko von Engpässen bei Vorlieferprodukten verringern.

Immobilienpreise im vierten Quartal weiter gefallen


Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) veröffentlichte gestern die Daten zu seinen Immobilienpreisindizes im vierten Quartal 2023. Die Preise von Wohnimmobilien gaben demzufolge um 1,6 % im Vergleich zum Vorquartal nach. In ähnlichem Tempo ging es auch in den vorangegangenen Quartalen abwärts. Deutlich anders zeigt sich das Bild bei den Gewerbeimmobilien. Bei Büros beschleunigte sich der Preisrückgang von 2,5 % im dritten Quartal auf 5,2 % im Schlussquartal 2023 - der kräftigste Rückgang seit Beginn der Datenreihe. Seit ihrem Zenit im Jahr 2022 haben die Büroimmobilienpreise knapp 17 % nachgegeben. Einzelhandelsimmobilien verloren im vierten Quartal 3,9 % an Wert nach einem Rückgang von 1,2 % im Vorquartal. Der vdp erklärte, eine Trendwende bei den Immobilienpreisen sei noch nicht absehbar. Die Abwärtstendenzen sollten sich im Laufe dieses Jahres merklich abmildern. Mit einer Stabilisierung der Preise auf dem Wohnimmobilienmarkt könne im kommenden Sommer gerechnet werden. Bei den Gewerbeimmobilienpreisen erwartet der vdp dies nicht vor Ende dieses Jahres. Das LBBW Research geht bei den Wohnimmobilienpreisen von einer Bodenbildung im laufenden Jahr aus. Wir veranschlagen das Potenzial für einen weiteren Preisrückgang auf rund 5 %.


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