Dovishe Signale aus dem Eurotower


Mehr Wetten auf EZB-Senkung


Die Inflationsrate im Euroraum ist von 2,9 % im Oktober auf 2,4 % im November gefallen und damit erneut stärker als allgemein erwartet. Im Lichte dieser positiven Inflationsüberraschung erachtet EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel nun eine weitere EZB-Leitzinsanhebung als eher unwahrscheinlich. Noch wichtiger: Die einflußreiche Notenbankerin lehnte es ab, sich auf die Dauer der Beibehaltung des derzeitigen Leitzinsniveaus festzulegen. Isabel Schnabel gilt als geldpolitischer Falke. Vor diesem Hintergrund setzten gestern die Renditen von kurz laufenden deutschen Bundesanleihen ihren Abwärtstrend fort.

Moody's senkt Ausblick für China


Die Rating-Agentur Moody's hat gestern ihren Ausblick für die Bonitätseinstufung der VR China von "stable" auf "negative" gesenkt. Moody's stuft die Bonität der VR China seit dem Jahr 2017 mit A1 ein. Die Bonitätswächter begründen ihren geänderten Ausblick mit verringerten Wachstumsperspektiven und dem Risiko eines Crashs am riesigen Immobilienmarkt. Moody's prognostiziert für das Jahr 2024 eine Abschwächung des chinesischen Wachstums, und zwar auf eine Rate von 4,0 %. Im laufenden Jahr wird sich das Wachstum im Reich der Mitte nach unserer Einschätzung voraussichtlich auf 5,0 % belaufen.

ISM-Index für Dienstleister hoch


Der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Stimmung bei den US-Dienstleistungsunternehmen stieg leicht an, und zwar von 51,8 Punkten im Oktober auf 52,7 Punkte im November. Damit verharrte der Index den elften Monat in Folge über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten. Der Preisindex ist im November um 0,3 %-Punkte auf 58,3 Punkte gesunken. Dies läßt hoffen, daß auch der Preisauftrieb für Dienstleistungen auf Endverbraucherebene weiter nachgeben wird.

Weniger offene Stellen in den USA


In den Vereinigten Staaten ist die Zahl der offenen Stellen gegen Ende Oktober um 617 Tausend auf 8,733 Millionen gefallen. Die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Volkswirte hatten einen derart starken Rückgang nicht erwartet. Dies ist kein gutes Omen für den am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktbericht. Nach unserer Prognose wird die US-Wirtschaft im November 130 Tausend neue Stellen geschaffen haben. Damit sind wir pessimistischer als der Konsensus der von Reuters befragten Volkswirte.


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Herausgeber


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