LBBW Morgeninfo: Die Zinsgipfel kommen immer mehr in Reichweite


Wachstum der Kreditvergabe verlangsamt sich


Zum Jahresende 2022 hat sich das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen im Euroraum angesichts der gestiegenen Leitzinsen und Konjunktursorgen deutlich verlangsamt. Die Geldhäuser im Währungsgebiet vergaben im Oktober noch 8,9% mehr Kredite als vor Jahresfrist. Im November betrug das Wachstum noch 8,3%. Im Dezember wurden lediglich noch 6,3% mehr Kredite an Firmen vergeben, wie die EZB am Freitag mitteilte. Spiegelbildlich verhält sich der Wachstumspfad der Kreditvergabe an Unternehmen in Deutschland. Das Wachstum betrug im September 2022 noch 13% – das größte Plus seit Oktober 2008 – und fiel bis in den Dezember auf 9,7% herab. Sofern der Konjunkturoptimismus in diesem Jahr nicht dominiert, könnte sich das Kreditwachstum vor dem Hintergrund der noch bevorstehenden Zinserhöhungen im laufenden Jahr weiter abschwächen.

Viele Zinsentscheide stehen bevor


In dieser Woche finden die ersten Zinssitzungen großer Notenbanken statt. Am Mittwoch dürfte die Fed ihre Leitzinsen um nur noch 25 Basispunkte auf 4,75% anheben. Im Gegensatz zur Fed dürfte die EZB am Donnerstag einen 50-Basispunkte-Schritt machen. Der Einlagesatz der EZB würde hierdurch auf 2,50% steigen. Dies dürfte allerdings jeweils noch nicht das Ende der Fahnenstange sein: Schließlich betonen die Vertreter beider Notenbanken, dass im Kampf gegen die Inflation noch weitere Leitzinsanhebungen nötig seien. Gleichfalls könnte die Bank of England am Donnerstag ihren Leitzins von 3,5% auf 4,0% hochschleusen.

Makro-Kalender gut bestückt


Neben den Notenbankentreffen stehen in dieser Woche auch wichtige Makrozahlen auf der Agenda: Heute wird die Vorabschätzung zum BIP-Wachstums im 4. Quartal 2022 für Deutschland vermeldet. Morgen folgt die Schätzung für den Euroraum. In beiden Fällen ist mit 0% eine Stagnation der Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal zu erwarten. Zudem stehen am Dienstag bzw. am Mittwoch für Deutschland und die Eurozone auch die vorläufigen Zahlen zur Teuerung im Januar auf dem Kalenderblatt.

US-Berichtssaison erreicht Höhepunkt


Mit insgesamt 113 Mitglieder des S&P 500, welche zum 4. Quartal 2022 berichten, steht im Rahmen der laufenden US-Berichtssaison nun die zahlenträchtigste Woche auf der Agenda: Aus Sicht der internationalen Anleger dürften dabei vor allem AMD, Amgen, Caterpillar, Exxon Mobil, General Motors, McDonald’s, Pfizer und UPS (alle am Dienstag), Gilead Sciences, Meta Platforms (Facebook) und T-Mobile US (jeweils am Mittwoch), Alphabet (Google), Apple, Ford Motor, Merck & Co., Qualcomm und Starbucks (durchgängig am Donnerstag), sowie Amazon (am Freitag) im Blickpunkt stehen.



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