LBBW Morgeninfo: ZEW-Index signalisiert erhoffte Besserung


ZEW-Erwartungen im Januar positiv


Die gestern veröffentlichten ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sprangen in der Januar-Umfrage um sehr beachtliche 40,2 Punkte. Der vom Konsens erwartete Anstieg um 8,3 Punkte wurde deutlich übertroffen. Mit aktuell 16,9 Punkten notiert der Indikator erstmals nach Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 wieder in positivem Terrain. Seit dem Tief im September 2022 bei -61,9 Punkten haben sich die Erwartungen zunehmend aufgehellt. Dies ist vor allem der besser als befürchteten Entwicklung an den Energiemärkten zu verdanken. Allerdings befindet sich die vom ZEW erhobene Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland mit -58,6 Punkten weiterhin im stark negativen Bereich. Die nur leichte Verbesserung um 2,8 Punkte gegenüber dem Vormonat fiel zudem etwas geringer als erwartet aus.

US-Produzenten beurteilen negativ


Deutlich schwächer als erwartet schnitt gestern in den USA der Empire Manufacturing Index ab, der die Beurteilung der Geschäftsbedingungen von Produzenten im US-Staat New York misst. Statt einer vom Konsens prognostizierten leichten Verbesserung von -11,2 auf -8,6 Punkte sank der Index im Januar sogar auf -32,9 Zähler. Noch niedriger lag diese Einschätzung nur 2009 in der Finanzkrise und 2020 in der Corona-Pandemie. Hauptauslöser für den schwachen Wert war die schlechte Beurteilung von Neuaufträgen und Auslieferungen. Immerhin zeigte sich der Index für die Geschäftserwartungen positiv mit 8,0 Punkten (nach 6,3 im Vormonat). Die US-Börsen reagierten kaum auf diese Daten. Nach der Feiertagspause vom Montag stagnierten die Kurse.

BoJ verzichtet auf Leitzinsanhebung


In Japan verbuchte der Nikkei dagegen heute Morgen einen Kurssprung von über 2%. Die Marktteilnehmer reagierten erleichtert, dass die japanische Zentralbank BoJ ihr Rendite-Ziel von 0% für 10-jährige Staatsanleihen nicht anhob. Dies entsprach unserer Prognose, ebenso wie die Beibehaltung des Einlagesatzes bei -0,1%.

Heute ein Reigen an US-Daten


Für Europa stehen heute keine wesentlichen Makrodaten an. Dafür umso mehr für die USA: Einzelhandelsumsätze, Produzentenpreisindex, Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung (jeweils für Dezember). Gegenüber dem November rechnen wir und auch der von Bloomberg befragte Konsens mit einer leichten Abschwächung. Zudem veröffentlicht die Fed das Beige Book mit den Einschätzungen der zwölf regionalen US-Zentralbanken



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